Die Kirche in Limbach

Die Kirche zu Limbach wurde vermutlich um 1460 mit einem gotischen Grundriss erbaut. Die Spuren einer wechselvollen Baugeschichte sind bis heute erkennbar. So zeigen die Fenster teilweise noch gotische Formen (besonders das Fenster an der Ostseite), andere sind später wohl vergrößert worden. In der Nähe des Altars, an der Nordseite befindet sich ein gotisches Sakramentshäuschen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 1996 hat zu Tage gebracht, dass ursprünglich wohl sämtliche Wände mit figürlicher Malerei gestaltet worden sind. Die wenigen sichtbar gewordenen Bestandteile sind jetzt wieder abgedeckt. Nur die noch nicht sanierte Kanzel lässt unter dem grauen Anstrich die damalige Bemalung erkennen.

Die jetzige Bemalung entspricht weitgehend dem Zustand von 1822. Damals wurde der Turm gebaut und auch die Kirche in ihrem Inneren grundlegend umgestaltet. Beispielsweise wurde das Südportal zugesetzt und die Emporen an Süd- und Westseite eingebaut.

 

 

Spätgotisch ist aber noch der  Altarschrein. Er wurde 1963 zufällig hinter einer Verkleidung aus dem Jahr 1822 entdeckt. Leider fehlen die Seitenflügel. Im Jahr 1997 wurde der Schrein nach aufwendiger Restaurierung wieder aufgestellt. In der Mitte ist die Maria mit dem Kind dargestellt. Die Krone weist sie als Himmelskönigin aus. Ihre rechte Hand ist jetzt leer; die Reformatoren haben Ihr wohl das Lilienzepter entfernt. Das Kind auf ihrem Arm hält den Reichsapfel; es ist der Herr der Welt. Rechts neben Maria steht St. Nikolaus als Bischof; auf dem Buch in der Hand sind die drei Goldstücke zu erkennen, die er der Legende nach zur Aussteuer dreier armer Mädchen gestiftet haben soll. Links von Maria, ebenfalls als Bischof, sehen wir St. Martin; in der Hand hält er die eine Mantelhälfte; zu seinen Füßen sieht man den Bettler.

Beachtenswert ist der evangelische Beichtstuhl als Durchgang zur Kanzel. Die Jahreszahl auf einem der Bilder weist auf seine Entstehungszeit 1727 hin. Das Gemälde links zeigt den Propheten Samuel im Gespräch mit König David, der um der Frau Batseba willen einen Mord begangen hat. Das andere zeigt Petrus, der entgegen allen vorherigen Beteuerungen Jesus verleugnet hat.

Die Orgel ist im Osten gebaut. Die hinter der jetzt sichtbaren Brüstung noch vorhandene alte Brüstung zeigt, dass schon früher dort eine Orgel gestanden haben muss. Die jetzige einmanualige mechanische Orgel stammt aus dem Jahr 1848 und ist ein Werk des Bornaer Orgelbauers Kreutzbach.

Im Jahr 2004 durften die Glocken nicht mehr geläutet werden, da  die Statik des gesamten Turmes aus den Fugen geraten war. Im Herbst 2004 musste sogar die Laterne vom Kirchturm entfernt werden, da sie abzustürzen drohte.  Spezialisten brachten Stabilität in den Turm. Im Jahr 2005 war der Bau beendet. Im Inneren ist ein neuer Glockenstuhl, der nunmehr nur noch zwei statt wie bisher drei Glocken trägt. 

 

Quellen: Neue Sächsische Kirchengalerie, Leipzig 1901; Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Dresden 1905

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